Beiträge aus der Kategorie ‘unterwegs begegnet‘

AfricanTwin

verfasst am 14. Juli 2010
Pit ist unterwegs nach Magadan. Mit seiner AfricaTwin, und ansonsten allein.
Denn mit seinen 50 Lenzen hat ihn Frau verlassen,
und er dann sein Unternehmen.
Träume müssen eben ne Chance bekommen. So oder so.

Wegen der Familie ist er gerad wieder auf dem Rückweg.
Zwei Kamaz Fahrer am Bailkal hatten ihm eh berichtet, dass es zur Zeit kein Durchkommen gibt,
über die Strasse der tausend Knochen, zum letzten Ende dieses Landes.

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Kurz vor Irtkutsk machte sein Hinterrad Ärger, aber ansonsten kann ihn kaum etwas aus der Ruhe bringen.

Die Kette wird wohl demnächst kaputt gehen, dann wird er sehen, wo er eine neue her bekommt.
Jetzt gehts weiter Richtung Ukraine,
aber er kommt wieder, keine Frage, auf dem Weg nach Magadan.
30 Grad tagsüber, leicht bewölkt,
5.470 gef.Km.

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“Benemsi” aus Afrika

verfasst am 15. Juli 2010
100714_1-benemsi-erster-treff 14.Juli.
Hinter Nowosibirsk sehe ich einen Magirus im Grünzeug abseits der M-53 stehen. Keine Frage: da wird angehalten und geklopft.
Karl-Heinz “Benemsi” schält sich aus dem Bette und grüsst an der Türe.
Nach 43 Reisejahren durch Afrika wagt er sich heuer zum ersten male nach Russland und in die Mongolei.
100720_2-benemsi-strassenschild-irktusk Er ist genauso überrascht wie wir, wie wenig wir von der Polizei entlang der M-7 bis M-53 behelligt werden.
Nur wegen fehlendem Sicherheitsgurt hat er mal löhnen müssen.

Unsere Reisetruppe brauchte bisher nur einzelne Angriffe aufs Budget durch langanhaltendes deutsches Geplapper aus der Welt schaffen. Ganz anders, als es mir letztes Jahr im Süden Russlands widerfahren ist.

100724_3-benemsi-reifenwechsel Mit Karl-Heinz haben wir schonmal eines gemeinsam:
unsere weitere Route bis zum Baikal. Also werden wir uns noch viele weitere male wieder treffen.
Und am Baikal teilen wir sogar Erkundungstour und Stellplatz.
100724_4-benemsi-heisse-quellen Zusammen erforschen wir am 23.Juli noch das TuncaTal im Südwesten des Baikalsees. Heisse Thermalquellen entpuppen sich erstmal als russisches Massenlager unter Regenplanen.

Erst im Dorf Archan gibts diese Magic-Stimmung: Heilige Quellen lassen endlich Transistorradios verstummen. Wir erklimmen einen Berg für den Blick auf den Wasserfall.

100724_5-benemsi-reifenwechsel Auf dem Rückweg gibts dann noch nen Reifenwechsel am Magirus. Solange es keine eigenen Pannen sind macht das Helfen Spass und ich kann an den dreigeteilten Felgen nur lernen. 1,5h für den Wechsel der Reifendecke können sich doch sehen lassen, oder ?

Xenia + Lena

verfasst am 20. Juli 2010
100719_1-xenialena-m-peter Wir sind ne muntere und vor allem Jungenlastige Truppe.

Da fahren wir also so aus Krasnojarsk raus, da stehen da doch glatt zwei junge Mädels und wollen mitgenommen werden.

Beide sind 24, studieren im Westen Russlands und wollen an den Baikalee.
Wir auch.
Na wenn wir das hätten ahnen können….

100720_2-xenialena-zelt-auf-berg Auf der Anhöhe gegenüber der Stadt Kansk bauen sie ihr Zelt noch auf einem kleinen Hügel abseits des Männerlagers auf.
100722_3-lenawassili-am-baikal Eine Nacht später ist der Abstand schon geringer und Wassili, unser russischer Sprachversteher, darf den Nachtwächter geben,
am tollen BaikalSee.
100722_4-verabschiedung Wieder einen Tag später am BaikalSee und ist Wassili an seinem Ziel.
Er veranbschiedet sich von UNS, und zieht mit den Mädels weiter.

Na wenn wir das hätten ahnen können …

Tobi aus Irland

verfasst am 2. August 2010
100802-tobi-abends Tobi ist Steinmetz von Berufs wegen, lebt aktuell in London.
Auf ihn zu treffen war nicht schwer, wir landen einfach alle im einzig brauchbaren Hotel der Kleinststadt Mandal Govi, südliche Mongolei.

Unserer eigenen Reisetruppe ist nach Formel I-Bildern.
Wir verkosten das kalte Bier vorsichtig auf dem Hotelbalkon.
Das Aussichtsdeck macht keinen wirklich tragfähigen Eindruck.

100802-tobi-packen Tobi kam mit dem Flieger und hat sich in Ulan Bator ein Motorrad gekauft. Ne 125er Honda ist es geworden. Ersatzteile hat er keine dabei, wie runter gefahren das Gefährt ist weiss er auch nicht, aber er bleibt optimistisch, für die nächsten vier Wochen.
Das trifft auch für seine Gepäcksicherung zu, denn tolle Packtaschen sind mehr was für Europa.
100802-tobi-startklar Am nächsten Morgen gehts auch ins nächste Abenteuer.
Die Wüste Gobi liegt vor der Tür.
Wie der Hotelname schon sagt.
100802-tobi-unterwegs Einige Zeit später sehen wir ihn auf der Piste wieder. Noch alles ok.

Nur aufblicken kann er nicht,
zu gefährlich
mal nicht vors Vorderrad zu schauen.