Beiträge aus der Kategorie ‘2011‘

19.Febr.–Public Viewing

verfasst am 22. Februar 2011
100219-publicviewing_15 Die Herren Vorstände hatten gerufen,
und wirklich sehr viele sind gekommen….,

zum “Public Viewing” des Mücke –> Lhasa Films.

So viele, dass schon vor Filmbeginn die acht Kisten Bier “vergriffen” waren.

Kein Problem, wie sind ja auf dem Dorf, da sind mal schnell 10 weitere aufgetrieben.

100219-publicviewing_13 Trotz Temperaturen unter Null war es offenbar für alle ein Vergnügen, unsere abenteuerliche Reise aufs Dach der Welt ein Stück mitzuerleben.
100219-publicviewing_10 Übrigens denkt der

XdreamTravel.org e.V.

auch drüber nach die beiden DVDs gegen eine Spende von 20€ (je DVD) den Interessierten zuzusenden.

Anfragen auch an meine Emailadresse.

100219-publicviewing_042 Und nach Filmschluss war dann eine wichtigte Frage:
Wo geht es denn als nächstes hin?

Na, soviel ist klar: da geht noch was.
Und für ne Überraschung ist der Trupp allemal gut.
mal schauen…
und zuschauen…,
zum Beispiel auf unsere www.Seiten.

Zeit für Veränderung

verfasst am 14. März 2011

Nach sehr spannenden Reisen verkaufe ich den Gelben. Die Gründe liegen vollkommen im ausser-gelben Bereich, will sagen: der Gelbe hat sich bestens bewährt.

Viele Geschichten und Details sind hier nachzulesen.
Erstzulassung Juni 2007, Laufleistung ca 100.000Km.
Zulassung bis 7,5to, Leergewicht eingetragen 6.660Kg, Umweltplakette gelb, usw…

Nachtrag: Der Gelbe ist verkauft und von nun an unter französischem Kennzeichen unterwegs.
Die erste Reise wird ihn nach Ouagadougou führen. Passt wunderbar,
denn da war er noch  nicht :-)

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31.März–Ankündigung / Premiere

verfasst am 31. März 2011

Es ist soweit.

Ort und Datum der Premiere stehen fest:
Ich werde die erste Präsentation meines Dia AV-Vortrags “Mongolei im Winter”

auf dem “2.Fernwehtreffen in Weeze” auf die Bühne bringen.
Termin:  Samstag, der 16.April 2011

Bringt Stühle und feuchte Tücher mit, seid gewappnet für die Abenteuer eines einzelnen Herren, unterwegs ohne Spur und (Hinweis-) Schild, in den weissen Weiten der mongolischen Steppe.

weisse-steppe

gebetsmuhle

22.April.–Über den Gartenzaun

verfasst am 22. April 2011
110422-reusenfischer Gut, die grosse Reise steht in 2011 nicht an,
aber wer sagt denn, dass es hierzulande nichts zu entdecken gibt?
Niemand.

Zu Ostern lockt bestes Wetter und das passt doch sehr gut zum Meer.
Kurs Westen, durch Belgien an die französische Kanalküste. Wenn hier die Sonne knallt braucht kein Mensch nach Mallorca.

Kilometerlange Sandstrände, und Sonnenuntergänge die zu Wasser gehen. Das sucht man im Osten komplett vergeblich.
Logo, bei DER Lage.

110424-trocken-gefallen Die grossen Gezeitenunterschiede vertreiben schonmal schnell die Grundlage der Schiffe,

aber die Gendarmerie vertreibt nicht so die wilden Camper,
trotz Verbotsschilder.

Kein Wunder,
ist ja auch Vorsaison,
und die CamperLage entspannt.

110419-bergeus-mann-vor-rathaus Na da soll man einer sagen,
dass wir uns nicht für die Franzosen interessieren.

Sogar für deren Minderheiten.

Seit dem Kinofilm “Bienvenue chez les Ch’tis” (Willkommen bei den Sch’tis) pflegen wir Rheinländern sogar den Respekt gegenüber den Nordfranzosen,
sind sie doch die Bayern der Franzosen….

Und der Ort Bergues diente als sehr typische Location fürs Filmteam.

04.Mai — Aussichten

verfasst am 5. Mai 2011

Ich hab mal wieder das Zeichenbrett rausgeholt.
(Klingt toll, ist natürlich voll-elektrisch).

Denn eingefleischte Leser …
(gibt es aus-gefleischte..?  ich frag ja nur mal…, kann sich ein solcher mal bitte melden…)

… wissen es schon längst,
da steht eine neue Idee im Raum…..

Und wer hier schon mehr rumgestöbert hat, der weiss:

SO fängt es immer AN !

Und SO fängt es diesmal an….

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Soviel sei noch für die ganz Eifrigen verraten….
VW und der mit dem Stern kommen nicht in Frage, alles zu klein.
Und diese Farbe ????
Das geht ja garnicht !!!

05.Mai — Bewogen zu Wiegen

verfasst am 6. Mai 2011
Seit wenigen Wochen wecke ich das Interesse der Mobilen Gemeinde.
Ich meine die mit viel ganz viel Frei-Zeit.

Die Anfragen kommen aus ganz Mitteleuropa, wobei ich anmerken muss, dass die SüdMenschen offenbar mehr Freude am Globieren haben, als der Norden.

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Anreise von 1.000 Kilometern zur Vorbesichtigung hatten wir auch schon
und eben öfters diese eine Frage….

Wie schwer ist er denn nun ?

Eingetragen sind 6.600Kg Leergewicht,
aber was hat er nun wirklich,
so zum Losfahren ab der Haustüre.

Kein grosses Problem, hab ich halt mal den ganzen Krempel, der sich so in 4 Jahren angesammelt hat, ausgeladen:

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-Riesenwerkzeug,
-zweites Reserverad (braucht kein Mensch in Europa…)
-Sammelhaushalt (hab zwei Zitruspressen gefunden, keine einzige gebraucht…),
-Klamotten die ich garnicht mehr sehen wollte….
-Vorräte die liegen geblieben sind… (weil ich die Aufschriften nicht lesen kann…)
usw… usw…

hat ein paar Tage gedauert,
kann Mann ja gleich auch sauber machen, alles….
und jetzt steht es fest:

7.230 Kg,
also 7.310Kg mit Fahrer. auf kleiner Tour.

Hat ich mir auch gedacht,
und zwar genau SO !

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20.Mai — Vorstellung

verfasst am 20. Mai 2011
110521-mrkct-achim-krumm Mr. “KCT”, Achim Krumm, hatte gerufen, und viele waren gekommen.

Nach Rosenfeld, zu meinem Diavotrag über “Pamir & Co.”.

Dank kleiner Häppchen,
den Hopfenspezialitäten der Gegend,
und natürlich den aufregenden Bildern wurd’s ein bewegter Abend.

Nach Vortragsschluss gings dann sogar noch in lockerer Gesprächsrunde in die Verlängerung…
übers ‘allein Reisen’, über Temperaturen tiefer 35°, und über die Reisewelt….

110521-mrkct-aussen Wer es noch nicht weiss,
dank KCT-Fenstern, derer ich sechs Stück im Gelben vorweisen kann,
wurde mir unterwegs weder besonders kalt, noch mehr als warm.
Und über 5.000 Meter halten sie auch locker in dünner Luft aus.
Aber was schreib ich, die meisten hier wissen es eh…..
110526-eiger_eismeer Wenn ich mich schon soweit südlich vorgewagt habe,
dann fahr ich auch gleich weiter in die Schweiz.

Einen Abstecher ins Kiental, nach Grindelwald
und dann zu Jungfrau, Eiger und Mönch.

Der Gelbe konnte unten bleiben, denn hier führt die Eisenbahn geradewegs in den Tiefschnee auf 3.500 Metern. Schon seit fast 100 Jahren (1912)…,
die Eisenbahn, nicht der Tiefschnee, der ist frisch.

15.Juli — PlakettenZauber

verfasst am 15. Juli 2011
Es ist vollbracht.

ohne jeden Mangel…,

die TÜV-Prüfung.

(Blinkerlämpchen hab ich noch selbst getauscht,)

bis auf einen Mangel,

denn diese Plakette ist falsch…
(06.2012).

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Da musste der Herr Tüv dann eben nochmal ran,

mit ner neuen Plakette, mit einem neuen TÜV Bericht,

denn mein Gelber hat ZWEI Jahre Zeit bis er wieder vorgeführt werden muss.

So ist das mit den jungen Spunden,(Erstzulassung 2007)

und den Halbgewichten
(WoMo bis 7,5 to)

neueste Plakette
ohne Aufpreis…
(06.2013 !)

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Aber ….
(lange Gedankenpause…)
es tut sich was….

und zwar nächsten Dienstag…

dann könnte die Welt gaaaanz anders aussehen,
zumindest meine……
ich werde berichten,
und zwar genau hier….

Vom Dienstag…
und vom Freitag !!!!!!!!

110715-tuev-2013

17.Juli–Verkauft

verfasst am 17. Juli 2011
110719-liege-bahnhof Nu is er wech !

Tatort Lüttich,
oder wie die Franzosen es besser verstehen: Liege-Belgien.
Der besondere Bahnhof für den TGV war Hintergrund für dieses konspirative Treffen.

110719-liege_a_sm Andre kam mit seinem Sohn.
Und nachdem wir einige Emails hin und her geschickt hatten war es dann soweit.
Der Gelbe geht in neue Hände.
In die Bretagne, und im September schon über Marokko nach Ouagadougu.
Afrika wird für den Gelben Neuland sein, aber dafür ist er ja ins Rollen gekommen, um neues zu entdecken.
110625-kissingen-m-gelb Übrigens…, es begann genau hier.
Beim Allrad-Treffen in Kissingen.
Neben vielen bekannten Interessenten und Neuen hatte Andre mein kleines Schild auf dem Camp-Terrain entdeckt und mich gleich angesprochen.
Die Offerte im Internet in den letzten vier Monate hatte er als Franzose nie gesehen.

19.Juli–Neues Spiel, neues …

verfasst am 19. Juli 2011
Was braucht es denn schon,
um mobil zu sein ?????

Neues Spiel, neues Glück.
Natürlich lag der Plan schon in der Schublade.
Und jetzt, wo die gelbe Geschichte abgeschlossen ist,
da ist es höchste Zeit diese Pläne hervor zu holen.

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Containertauglich wäre ganz schön.
Nicht das ER einen Container trägt…, es wäre schön er würde hinein passen. Dieser aber bestimmt nicht ….

Etwas unauffälliger, aber mindestens so geländegängig.
Dusche, Bad, Stauräume und autark sollte er sein.

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Hier stehen gleich drei Möglichkeiten nebeneinander. Und für was entscheide ich mich?

Na logo, das Kennzeichen klebt schon am Grünen. Und die erste Tour ist auch schon los. Nach Oberitalien.

Nanu, rätselt da die Lesergemeinde…,
der Kerl wird doch nicht seriös…
Keine Bange,
Grün signalisiert eine Zwischenphase.
Zwischen den Projekten quasi,
aber sicher nicht ohne rollendes Bett.

dreifach-sm

07.Sept–der gelbe Film

verfasst am 7. September 2011

Bei allen youtube-Aktivitäten in diesen Tagen,
ist mir dann doch heute eine bemerkenswerte Zahl aufgefallen…
mehr als 15.000 mal !!!!!

So oft wurde bei youtube schon das video der beiden “Bocklets” abgerufen. Wenn das mal nicht ne stolze Zahl ist. Dabei fahren nur zwei Dinosauerer ganz gemächlich durch dick und Schlamm.

28.Sept.– Jeeehts geeehts looos.

verfasst am 28. September 2011
Der Rucksack liegt auf dem Tisch.
Jetzt wird mal wieder alles anders.
Keine rollende Komfortmatraze mit Dusche und WC. Sondern 10Kg auf dem Rücken mit dem Technikgerödel im Tagesrucksack.

Das Ziel ergab sich auf der Couch. Da sass die Flugschwester und erzählte von ihrem nächsten Flugplan: HongKong.

Na da kann ich sie doch nicht alleine hin fliegen lassen, oder ?

Also die Klamotten gepackt und los gehts, zur quirligen Drehscheibe Asiens.

Kleine Zugabe: nächste Woche sind in China Jahresferien,
da wird es also richtig mächtig voll zugehen, auf der TsimShaTsui.

rucksack
Nach zwei Tagen bin ich dann alleine,
und bin es doch nicht,

denn ich werde ein neues Experiment wagen:
ich werde ein CouchSurfer (CS).

Jan auf HongKong Island:
Ich kenn ihn nicht,
und er kennt mich nicht,
aber seine Couch hat er mir schon angeboten. Wundersame neue Welt,
und ich bin dabei.

Weiterer Reiseplan vollkommen offen….
Mal schauen, ob ich leichter ein indisches, ein thailändisches, oder ein neuseeländisches Visum in Hongkong bekomme,
denn dahin könnte es mich locken…..
PS: Rückflug ist aktuell noch keiner gebucht, der wird sich schon zeigen, wenn er will.

Ich bin gespannt,
auch auf Jan’s Couch.

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01.Okt.– Hongkong für Langnasen

verfasst am 4. Oktober 2011
Und wenn man etwas wenig Schlaf abbekommen hat
(weil es auch in der Business Class keine 7-Zonen Kaltschaum-Matraze gibt),
dann lassen wir (meine Schwester Inge und ich) es eben auf der Insel sehr ruhig angehen.
HongKong besteht aus 234 davon, die meisten davon unbewohnt.
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Ruhiger gehts sogar kaum noch.
Auf Lamma, der Insel südlich in der Bucht, gibts nicht mal Autos, oder Mopeds.
Ein paar Fahrräder und Handkarren. Für mehr ist das Strassennetz nicht ausgebaut,
ist schliesslich auch ein FusswegeNetz, Hauptwege geteert.

Trotzdem wohnen rund 8.000 Menschen hier. Die Hälfte sind “Langnasen”, denn mit dem Boot sind es auch nur 20 min. bis zum Arbeitsplatz “central”.

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Direkt neben einer Fischerbucht finden wir dann diesen Sandstrand.

Nicht mal ein Wolkenkratzer vernebelt die Sicht.

Eine Bucht weiter dann kleine Seafood-Restaurants am Meer und Blick darauf.

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02.Okt.–HongKong gewonnen

verfasst am 4. Oktober 2011
111001-hong-anders Das ich ja nun in Hongkong bin ist mehr zufällig, Plan gabs keinen. Ich bin einfach mit meiner Schwester mitgeflogen.
Die musste als Flugbegleiter gerad mal hin. Da kann ja ein Bruder als Begleitung der Begleitung ganz nützlich sein.

Hongkong hatte ich immer so als gutes Sprungbrett im Kopf,
asiatische Flugziele liegen ja alle vor der Haustüre.
Aber Hongkong ist anders, und hat auch sofort gewonnen !
Und ist ganz leicht an Singapore und Shanghai vorbei gezogen.

111001-hk-lippo Dabei ist doch alles ganz einfach.
Singapore ist modern und liegt am Meer.
Aber damit die ne vernünftige Aussicht haben, mussten die erstmal ein Schiff auf einen Wolkenkratzer setzen.

Shanghai hat leider noch nicht mal ein Meer.
Immerhin lässt der Fluss Pudong etwas Sichtabstand zur Skyline zu.
Aber man muss sich entscheiden: entweder durch mondäne Wolkenkratzer stromern, oder auf der anderen Flusseite in turbulentes Gassen eintauchen.

111001-hongkong-island In Hongkong geht wirklich alles, und das auch noch zugleich.

Die Gassen liegen mitten zwischen den Skyscrapern.
Das Meer bringt Sichtabstand gleich zu zwei Skylines (Hongkong Island, 3.Bild) und Kowloon, 1.Bild), und die Berge im Hintergrund lassen es schnell grün werden.

Dazu mit grandioser Aussicht auf das alles: grün, Skyline und das Meer.

Gewonnen, und gut das ich hier gelandet bin.
Danke Inge.

04.Okt.–Hongkong Mid Level Travelator

verfasst am 5. Oktober 2011
Da gibt es eine Spezialität hier in Hongkong, die verdient eine besondere Beachtung.
Der “Mid Level Travelator”.

Also HongKong Island, die Insel südlich der ursprünglichen Halbinsel Kowloon ist an sich sehr bergig. Nur ein schmaler Uferstreifen der sich zur Besiedlung eignete.

Und direkt dahinter ragen die Berge hinauf. Bis zu 500m.
Das ergibt ne tolle Aussicht,
aber auch ein Besiedlungsproblem.

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Zwei Dinge haben die Hongkonger unternommen:
zum einen haben sie durch Aufschüttungen Land gewonnen. Gerade sind sie dabei eine wirklich feudale Promenade vor die Wolkenkratzer ins Wasser zu setzen.
Zum zweiten sind sie mit ihren Bauprojekten einfach in die Berge hinein gegangen.
Entsprechend kurvig verlaufen die Strassen durch die Häuserschluchten.

Das an sich hat schon seinen besonderen Reiz. Aber was machen die Bewohner. Wieviel Treppen und steile Strassen verträgt der Mensch ?

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Garnicht dumm, da hat man 20 Förderbänder und Rolltreppen an den Berg gebaut. Die längste zu-Fuss-Rollpiste der Welt.
Morgens geht die Rollrichtung den Berg hinab in die Geschäftsfeld am Meer.
Und ab mittag gehts mit der Rollrichtung den Berg rauf, zu den Wohnungen.
135 Höhenmeter, auf 800 Meter Strecke, alles kostenlos.

Aber das tollste: neben den rollenden Treppen hat sich eine erstklassige kneipen- und Restaurantkultur etabliert. Der Stadtteil “Soho”.

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07.Oct.– mysterious Hong Kong

verfasst am 7. Oktober 2011
Hong Kong ist anders. Hong Kong ist rätselhaft. Das geht mit der Schreibweise schon los.

Da das im chinesischen zwei Silben sind, werden die ganz klar auch getrennt geschrieben.
Selbst wikipedia oder google finden mit diesen ZWEI Silben viel mehr Einträge.

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Hong Kong war mal englisch.
Ist jetzt 14 Jahre (bis 1997) her.
Aber dafür ist Hong Kong bis heute noch immer sehr sehr englisch. Beispiele gefällig ?

Das fällt auf den ersten Blick auf: Man fährt links, auf der Strasse. Auf den Gehwegen auch.

Aber wie komisch: Auf den Rolltreppen überholen die Schnellgeher LINKS ????

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Die Autokennzeichen wirken nicht nur englisch, sie sind es. Kein einziges chinesisches Schriftzeichen kommt da vor. Selbst Farbgebung und die Typografie sind englisch.

Haben damit alle diese Fahrzeuge automatisch auch eine Zulassung für Great Britain ?

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Wer schonmal in China war, weiss die Chinesen sich zum Warten, zum Beispiel an Bushaltestellen oder Ticketschaltern anstellen…, nämlich garnicht.
Sie hängen wie eine Traube ums enge Tor.

Wenn es losgeht, dann wendet sich der Europäer ab, er kann das Chaos nicht mit ansehen.
Ganz anders in Hong Kong:
“They are standing in a line”.
Perfekt, vorbildlich, und für Asien sehr komisch.

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Hochhäuser gibts viele. Nicht nur für Büros, auch zum Wohnen. Dann sind sie im Quermass nur sehr viel kleiner und um den wichtigen Lift herum gebaut. 111007-abfluesse1
Jan, mein Couchgeber wohnt auf rund 40qm.
Zwei Wohnungen hat eine Etage, 24 Etagen hat das ganze.
Sparsames Bauen ist da angesagt, denn pro Wohnung gibt es ja aktuell nur 1.600 Euro Miete. also rund 40€/qm.

Da ist für alle Wasserleitungen kein Platz mehr im Haus. Die werden überall draussen, im Freien verlegt. Undenkbar in Deutschland, aber in Hong Kong friert es NIE. Hoffentlich.
Allerdings, hier müssen alle Sanitäter locker  schwindelfrei sein, und zwar wirklich und gründlich.

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Asien, und vor allem China, Hong Kong + Singapur sind extreme Wachstumsländer. Hier sind
die Märkte, die Konsumenten der Gegenwart.
Das liegt aber nicht nur an der Menge der Menschen. Das liegt auch ganz deutlich an der Technik-Hype dieser Menschen hier. Überall sind sie Online, tippen, drücken und quälen ihr iphone, ihr ipad auf Schritt + Tritt.
Aber auch hier in Hong Kong gibt es viele Menschen, die unqualifizierte Jobs haben, weiter draussen in Hütten leben, und Kinder haben. Diese Kinder sollen aber nichts verpassen.
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Sie sollen die best mögliche Startposition bekommen, für ihr Leben. Also gehts am Sonntag, nur dann ist arbeitsfrei, mit Kind und Kegel in den MacStore downtown. Jetzt überschwemmen drei
bis fünfjährige die Touchpads, die Powerbooks und sollen sich üben, unter den Augen ihrer hoffnungsvollen Eltern.
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07.Oct.– abgefahren

verfasst am 7. Oktober 2011

Letzte Meldung.

Eine Woche Hong Kong ist genug. Jetzt hatten sogar die Inder ein einsehen.
Heute, am Freitag gabs das Visum, und ich hab noch schnell einen Nachtflug mit Cathay nach Dehli gebucht. Jetzt sitze hier am intl.Airport Hong Kong.

Ankunft Dehli 2h nachts…,   wenn schon denn schon.
Dann quer durch die Stadt zum Busbahnhof …”very crowded…”
Bus nach Dharamsala gesucht,
12h still halten, und schwupp bin ich am Fusse des Himalayas,
ud n wenn dann noch “His Holy” vor Ort sein sollte,
na dann werd ich mal vorsprechen….

08.Okt.– angekommen

verfasst am 13. Oktober 2011
111008-busbahnhof Plötzlich geht alles schnell.
Die Inder in Hong Kong meinen, ich könne das Visum noch am Freitag abend abholen.

Planänderung: Ich fahr ruckzuck ins Reisebüro, und buche für denselben Abend den Weiterflug nach Dehli.
3,5h Zeit, um vom Visabüro zum Flieger zu kommen.
So gross ist Hong Kong nun wieder auch nicht.

Trotzdem verpassse ich den Flieger fast, aber das liegt am kostenlosen Internet im Flughafen.

111008-busbhf-karnaul_sm2 2.00h nachts,
Landung in Delhi.

Der Shuttle zum Busbahnhof draussen vor der Stadt, dem Kashmere-Gate, fährt rund um die Uhr. Ich warte mal gerade 15min.

Draussen am Gate gibts gegen 4.00h nur einen einzigen Bus der jetzt abfährt.
Das ist meiner,
nach Dharamsala.

111008-bus-innen2_sm Klar lass ich mich auf ein Abenteuer ein.
Aber es liegt auch an mir es möglichst angenehm zu gestalten. Also parke ich meinen Rucksack gleich an den Fensterplatz und so belege zwei Sitze nebeneinander. Das sieht nach einem gepolsterten Schlafplatz aus.
Eine Stunde geht das gut, der Bus wird voller. Da meint der Bus-Assistent ich müsse für den Fensterplatz auch bezahlen. Meine Augen aber sagen ihm: “Schau’n wir mal”… und der Bus wird wieder leerer.

12h soll die Fahrt für die 500 Kilometer dauern (für 7 Euro). 12 1/4 werden es. MMhh, klingt nicht ganz nach Indien, gefällt mir aber.

111008-busbhf-karnaul_sm Noch ein Bus für zwei Stunden nach Bajnath,
und noch ein Taxi für 20 Min. nach Bir.

Angekommen !

Macht zusammen 28,5h non-stop unterwegs, seit ich das Visum in die Hand bekommen hab.

Geschlafen ?
Bruchstückhaft!
Aber geht doch….
ich bin schliesslich angekommen.

10.Okt.–Flugtag

verfasst am 13. Oktober 2011
111010-aus-dem-jeep Wer runterfliegen will,
der muss erst mal hoch hinaus.
Unser Wohnplatz liegt auf rund 1.300m,
der Startplatz für die Paraglider auf 2.400m.
Das JeepTaxi mit 6 Piloten und einem Aufsteiger braucht dafür fast eine Stunde bis
“on the top”.
111010-blick-auf-bir2 Die Aussicht ist grandios, die Wetterbedingungen auch.
Dharamasala liegt gleich am Ende rechts oben am Tal.
Rund 55 Km Luftlinie.
Etwas weiter, bis über den Regierungssitz des Dhalai Lhama darf nicht geflogen werden.
Sicherheit geht vor.

Gute Piloten schaffen das hin- und zurück in einem Tag (mind. 6-7 Std.). Andere landen in Dharamsala zwischen, übernachten dort, und kommen am nächsten Tag zurück.
Das nennt man bei den Paraglidern “cross country”.

111010-tandemstart Tandemflüge werden auch unzählige durchgeführt.
Selbst unter den Indern hat sich die Qualität des Reviers längst herum gesprochen.

Nächste Woche finden hier internationale Wettbewerbe statt.
Das kann man als Ausländer schnell daran erkennen, dass die Zufahrtswege mal wieder instand gesetzt und aufgehübscht werden. Der regionale Minister wird erwartet.

Ich erwarte erstmal erheblich mehr Volk in meinem kleinen Dorf BIR, Provinz Himayal Pradesh.
Mal schauen wie lange mir das gefällt.

111010-billing-berge Aber auch für den Aufsteiger und Fussgänger wird einiges geboten.
Wenn ich nur an die vielen möglichen Übernachtungsplätze (für den Gelben) denke.
Oder die tollen Wanderwege auf bis 2.600m,
bei 28°, wolkenschön, und geringer Luftfeuchte.
111009-monks-mit-paraglider Am Landeplatz kann man schnell die guten von den schlechten Landungen unterscheiden, auch als Nichtflieger und Mönch.

Gerade heute,
an meinem ersten “FlugTag”,
da gelingt mir schon mein Wunschfoto,
was mich genau zu dieser Reise angetrieben hat:
bunte tibetische Gebetsfahnen zusammen
mit den bunten Schirmen der Paraglider…..

111010-paragl-m-fahnen

13.Okt — Frühstück bei Andy

verfasst am 13. Oktober 2011
Hier wohnt Andy,
auch ein Paraglider aus Leidenschaft.

Claudia hatte uns (John, Martin, und mich) zum Frühstück selbst eingeladen.
Sie kennt ihn von ihrem letzten Besuch hier, vor 10 Jahren.

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Frühstückseier und Brot hatten wir selbst mitgebracht.
Den Kaffee steuert Andy bei,
er beschafft ihn sich aus Guatemala.
Das klingt doch vielversprechend.
Die Toasts werden auf dem Gasbrenner schwarz geröstet.
Über das Alter der Marmelade kann Andy keine verbindlichen Angaben machen, aber augenscheinlich lebt sie noch nicht.

Tim, ebenfalls aus GB, ein Freund Andys verbringt gerad auch einen Monat hier. Endlich mal wieder einen Nicht-Glider, auf den ich treffe.

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Andy hat dieses Haus gemietet.
Der Preis war so gut,
dass er für gleich vier Jahre im voraus bezahlt hat: 300 € für 12 Monate.
Er ist schon viel mit und ohne “Glider” in der Welt rumgekommen, aber gerad hier in Bir passt für ihn vieles zusammen:
das Fluggebiet,
und diese tibetische Siedlung in der wir sind: BIR
111013-andy
Das nenn ich mal nen Ort zum abchillen.
Unzählige Feten und versumpfte Nächte sind hier bestimmt schon durchgegangen.
Die Musik im Hintergrund hat ihre Wurzeln sicher auch in den 60ern.
Jeder Track geht so 20 min.,
ähnlich lang wie eine Pfeife.
111013-andy-kaminzimmer
Die Wandmalereien können einen ganz schnell in anheimelnde Traumwelten entführen.

Dabei ist das doch bei dieser Aussenwelt kaum nötig.

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14.Okt.–am Fusse des Himalaya

verfasst am 14. Oktober 2011

Ich miete mir ein Motorrad, will die Umgebung erkunden. Über die Baumgrenze komme ich hier nicht, zu wenige Strassen, die die Höhenzüge erschliessen. Mein längste Sackgasse wird 60 Km lang. Danach geht es nur noch zu Fuss weiter. Bis auf 2.600m steige ich hinauf. Viel Off-Road über Schotter, durch Flüsse, durch Bäche hindurch.
Ich wünscht, ich hätte mein XT gerade hier.

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15.Okt.–TempelBesuch

verfasst am 15. Oktober 2011

Die Auswahl ist gross, hier in BIR an tibetischen Tempeln.

Meine Wahl fällt auf den nächsten, und er ist nicht der kleinste.

111013-temple-aussen

Und was fehlt hier ?
Klar, keine Touri-Schuhe,
nur “Monks”.

16.30h Ortszeit, die Zereomonie dauert bis 17h
und die Trommeln sind schon weithin zu hören.

111013-temple-aussen-schuhe

Mich überraschen die vielen Mönche. Die jüngsten sind kaum 15 Jahre alt.

Für kinderreiche und arme Familien sind die Klöster eine gute Chance ihren Kindern ein gutes Leben zu ermöglichen.
Allerdings ausserhalb der Familie.

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Am besten gefallen wir die Stellen, wenn die Mönche zu den Trompeten und muschelähnlichen Geräten greifen und Musik machen.

Der gleich mässige Rythmus der Trommeln und das gleichförmige zitieren der tibetischen Texte lassen schnell die eigenen Gedanken abschweifen.

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19.Okt.–Im Zentrum des tibetischen Buddhismus

verfasst am 19. Oktober 2011
111020-how-manny-tibetians Schon als ich McLeod Ganj, den aktuellen Sitz der tibetischen Exilregierung erreiche, spüre ich, das ein besonderer Tag sein muss.

Die Geschäfte/Shops haben überwiegend geschlossen.
Und schnell ist klar: die Tibeter hier befinden sich heute im Hungerstreik.

Im chinesichen Sichuan, in der Nähe des Klosters Kiri hat sich erneut ein tibetischer  Mönch selbst verbrannt. Der sechste dieses Jahr.

111019-kalaschakra-betend Der Protest,
für die Freiheit aller Tibeter.

Aus dem Tempel Kalaschakra, dem Zentrum der tibetischen Exilregierung dringen die monoton vorgetragenen religiösen Texte über alle Gassen und Strassen.

Hunderte Mönche und Gläubige haben sich im Tempel versammelt, um ihrem Zorn friedlichen Ausdruck zu verleihen.

111019-kalaschakra-gebtsmuhle Gebetsmühlen kreisen unaufhörlich, die Menschen bewegen sich nickend im Rythmus der Verse.
Ich werde kaum zur Kenntnis genommen,
und bin gefangen von der klagenden Energie.
111019-kalaschakra-kerzen Im Hintergrund werfen sich alte Frauen immer wieder hin.
Diese Szenen kenne ich aus Lhasa. Rund ein Jahr ist es her, als am Jokhang der erste Teil meiner Asienreise endete.

Für mich schliesst sich ein Kreis, denn der Jokhang Tempel ist das kulturelle Zentrum des tibetischen Buddhismusses.

Hier, im indischen McLeod Ganj ist nur ihr Exil,
nachdem sie aus China vertrieben worden sind…

Wie lange noch ?

23.Okt.–”teaching” with His Holy.

verfasst am 23. Oktober 2011
DiesesMcLeod Ganj hat es mir leicht macht, mich zu “erwischen”.
Ein Ort hoch oben, wie ein VogelNest an die Hänge gekrallt.

Mönche in ihren roten Tüchern.
Pilger aus der ganzen Welt,
die “His Holy” einmal sehen wollen.
Überall die kurzen, simpel wirkenden Texte, die Hilfestellung geben,
unser Leben,
unser Sein besser zu verstehen. Besser zu Leben.

111010-mcleod-m-fahnen
Heute beginnt der Dalai Lama ein dreitägiges, öffentliches “Teaching”. Ich bin für 2h dabei.
Eine Registrierung für 10 Rupees (15 ct), und ich sitze inmitten von anders aussehenden, aber sehr ähnlich denkenden Menschen.

Die englische Simultan-Übersetzung gibt es im kleinen, mitgebrachten Billig FM-Radio, die eingestellte Frequenz entscheidet über die gehörte Sprache.
Photos sind nicht erlaubt,
Handys auch nicht. Es wird gründlich kontrolliert. Eine gute Idee,
denn nichts braucht abzulenken, von dieser magischen Atmosphäre.

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24.Okt. — Reisezeit

verfasst am 24. Oktober 2011
111023-volvobus Nach dem “teaching” mit dem Dalai Lama gehts für mich weiter durch Indien. Nach Süden. Ich will nach Agra, und nehm mal den “Volvo”, den Nachtbus (900 Rupees für 12h Fahrt, 500 Km, ca 14€). Spart eine Übernachtung im Hotel. Er hat Schlafsessel und sammelt auch keine weiteren Mitfahrer unterwegs ein.

Keine Ahnung wer da wieder an meinem Glück gedreht hat, aber ich erwische exakt den letzten Platz. Und das ist genau DER. Beinfreiheit ca 8 Meter!

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111024-mittagsrast Die Fahrt dauert ewig, die Rastplätze sind erfreulich gut. Nur die Preise. Für dieses Essen zahl ich 260 Rupees, einschl. Kaffee, immerhin 4€. Da werden allein 1€ die Provision für die Busfahrer enthalten sein.
111024-motor-rikscha Ein Profi werde ich nicht: Der Volvo sollte mich bis zum zum Busbahnhof  in Delhi (I.S.B.T.) bringen, macht er aber nicht. An einer Metrohaltestelle in Delhi steigen fast alle aus, dann soll ich auch raus. Der Busfahrer fragt wo ich hin wolle: zum Busterminal, um dann nach Agra weiter zu fahren.
Kein Problem, meint er. Er würde mir ne Motorrischka besorgen (50 Rupees). Die fährt mich zu einem Büro, wo ich das Ticket bekomme, dann werde ich zum Bus gebracht.
Hört sich gut an, weil für mich relaxt. Hier an dieser U-Bahn Haltestelle blick ich null durch.
Also ok.
Es geht in rasender Fahrt durch Delhi. Ich fange mich an genau wie mein Fahrer in die Kurven zu legen, sonst fällt dieses Dreirad garantiert um. Mein GPS (ich will schliesslich hinterher sehen wo ich unterwegs war) zeigt mir Highspeed bis 60 Km/h an. Und das zur Rushhour um 7.00h in der früh.
111024-motor-rikscha-im-verkehr Das Büro, ich werde erwartet, und von mir werden 700 Rupees erwartet. Im Vergleich zur Tour hierher ist das viel Geld für 4-5h Fahrt. Aber soll ich mich jetzt von hier aus alleine auf den Weg machen? Nöööö.

Jetzt der Fahrer der Motorrikscha. Die 50 Rupees galten nur bis zum Büro. Ab jetzt kostet es mich 200 Rupees zum Bus. Ich winke sofort ab, fühle mich erpresst. Hab aber die letzte Nacht null geschlafen, hab 12h in nem anderen Bus gesessen, alles mögliche und unmögliche gegessen, und Mallorca kann auch schön sein …
Mit vorletzter Kraft verhandel ich auf 200 Rupees alles zusammen, und geb mir nen dritten Vornamen: Held-aus-Germany.

rikschas Wir fahren in ähnlicher Hatz wieder quer durch Delhi. Kurvenlage berherrschen wir jetzt schon im Team,  Wir haben wenig Zeit. Der Bus ist schon gestartet und wir haben nur die Chance, ihn auf dem Weg aus der Stadt zu treffen. Dazu bedarf es Abkürzungen.
An einer namenlosen Ausfallstrasse halten wir, ich soll aussteigen. Aber die 200 Rupees bekommt er noch nicht, sonst stehe ich hier gleich vollkommen alleine UND verlassen.

Es dauert 6 Minuten, der Bus kommt, ist aber komplett voll. Ich bekomme den Platz quer hinter dem Fahrer. keine schlechte Wahl, bester Rundumblick.

viel-verkehr Zwischen Delhi und Agra ist Indien langweilig. Alles flach, jedes Dorf sieht sehr ähnlich aus.  Jede Menge Läden die alle dasselbe verkaufen, auf der Strasse ein durcheinander von Pferdekarren, Bussen, bunten LKWs, Motorrädern und und und. Es wird viel gehupt, jeder Zentimeter Luft um die Karosse ausgenutzt, aber ich sehe in den vier Wochen nur einen Unfall. In letzter Konsequenz besteht in Indien keiner Fahrer auf seinem Recht, und lässt vorbei, wenn es eh nicht mehr anders geht. Ganz anders als in D.
am-easgate Agra erreiche ich gegen 13h. Jetzt hab ich meinen “Lonley Planet” besser gelesen. Der Busfahrer beschafft mir eine Motorrkischa, und ich will keinesfalls in ein Hotel. Da hätte jeder Fahrer hier nen eigenen Tipp und würde letztlich mein gewünschtes Ziel auch erstmal nicht anfahren, sondern eben seinen Tipp.
Ich will nen Freund am East-gate des Taj (Mahal) treffen, und dann würde ich mit ihm weiter sehen.
Das Funktioniert tatsächlich. Zwar MUSS ich mir die telefonNr meines Rikschafahrers aufschreiben, und dringend ihm versprechen mich bei ihm zu melden, wenn ich mit meinem Freund losziehe, aber ich komme dann ziemlich locker FREI.
1110215-taj-mahal-versteckt Am EastGate des Taj sind viele empfohlene Hotels. In wenigen Minuten hab ich vier durch, einschl. Zimmerbesichtigung und möchte ins fünfte, dem LonelyPlanet-Tipp. Die sind aber “full bocked” und empfehlen mir das sechste. Ok, das nehm ich. Für eine Nacht, dann Wechsel ich in No 5.
Agra: ich bin ANGEKOMMEN.

25.Okt.– Schönen Gruss

verfasst am 25. Oktober 2011

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27.Okt.–Fatehpur Sikri

verfasst am 27. Oktober 2011
Es ist der Tag meiner Abreise aus Agra.
Und wenn ich mir dann schon ein Taxi bestelle, dann kann es ja auch gleich nen Umweg von 100 Kilometern fahren, oder ?

Ich möchte nach “Fatehpur Sikri”, auch einem Weltkulturerbe in der Nähe.

Kaiser Akbar liess diese Stadt 1570 an der Stelle erbauen, an der ihm ein Sohn prophezeit wurde.
Natürlich bekamen auch seine drei Frauen jeweils einen eigenen Palast.

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Ganz im Sinne der modernen Ökumene nahm er sich eine christliche, eine moslimische und eine hinduistische Lieblingsfrau in den Palast

Hinter dieser Tür soll ein Fluchtgang bis nach Agra führen. 40Km.
Naja, ausprobiert hat das wohl kaum einer, die Türe ist seit Menschengedenken nicht mehr geöffnet worden.

lang, naja, 111027-fatepuh-sikri-tunnel
Die befestigte Stadt ist strategisch günstig auf einem Hügel erbaut worden.

Die Karanwanserei diente dem Handel und dem Transportwesen.

Mein Führer traut sich nicht bis hier mitzugehen. Zuviel Gesindel, meint er. Ich glaube er war nur zu faul.

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31.Okt.–Zug fahren nach Hause

verfasst am 31. Oktober 2011
111027-am-bahnsteig Von Agra aus will ich nach Delhi  unbedingt mit dem Zug. Hatte ich einfach noch nicht.
Aber schon gestern machte mir der Schalterbeamte keine Hoffnung, alles ausgebucht, Indien feiert. Das bedeutet nix anderes als: Indien reist…

Ich versuchs nochmal,
wieder kein Erfolg. Aber ne “Eintrittskarte” in den Zug kann ich haben, ohne Sitzplatz. Den muss ich dann mit dem Schaffner verhandeln.

Der lässt nicht mit sich. Ich muss in die Holzklasse wechseln. Ok, kein Problem, dann steh ich eben die vier Stunden.

111027-superfast-eisenbahn Ich treffe auf eine Handballmannschaft eines Colleges, auf dem Heimweg. und sie winken mir heftig:
Ein Tourist (der einzige) der nur einen Standplatz hat ? Geht ja garnicht. Einer der Jungens wechselt den Waggon und ich MUSS mich setzen kommen.

Guter Wink vom Schicksal, denn unser “Superfast-Zug” stellt sich als lahme Ente heraus.
Auf 200Km schafft er nur nen Schnitt von 45 km/h.
In Frankfurt geht dann der Zähler auf 270 km/h (ICE), und selbst der RegioZug nach Aachen schafft spielend nen Schnitt von 85 km/h.

111015-kangra-valley-train-zugfuehrer Aber die Freundlichkeit ?
Das Miteinander ?

Naja, ich darf mich nicht beschweren,
treffe ich doch wirklich ohne jede Absprache meine Tochter Linda im selben Zug Köln-Aachen.

Incredible….

nicht nur,
aber vor allem auch….
INDIA.

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05.Nov.–wieder daheim, aber …

verfasst am 5. November 2011

Da komm ich also wieder zurück in mein “Revier”,
denke wie immer nach einer Reise “…hat sich ja nix verändert”…
da werde ich direkt mal so eines Besseren belehrt…..

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111105-mit-vorne Mitten am hellichten Morgen werden mir beide Kennzeichen gestohlen.
Wofür ?
Tarnung für nen Banküberfall?
Verschieben von geklautem Wagen über die Grenze ?

Ziemlich blöd,
für mich !
Da muss ne neue Nummer her, die alte wird gesperrt,
und damit geht auch eine besondere Geschichte zu Ende…
Wers nochmal nachschlagen will…

hier lesen…