Beiträge aus der Kategorie ‘2007 Sep China‘

Im Kindergarten

verfasst am 8. September 2007

In China ist vieles anders, die Kindergärten auch.

Hier in Anji, Provinz Zheijang gibt es einen städtischen.
Der Obolus für die Eltern ist überschaubar. Die Grösse der Einrichtung auch.

15 Gruppen jede mit 40 Kindern,
macht 600 gesamt.

Pro Gruppe eine Erzieherin,
ihr stehen zwei ungelernte Assistentinnen zur Seite.

Die Kinder bleiben über Mittag und haben jeder ein Bett für den Mittagsschlaf,
alles in einem nur ca 50 qm grossen Gruppenraum.

Ich tauche unmittelbar nach dem Mittagsschlaf auf, die Kinder werden gerade angezogen.

Die Ruhe und die Ausgeglichenheit unter den Kindern ist faszinierend. Ich weiss bis heute nicht, ob ich das gut oder weniger gut finden soll.

In den grösseren Städten, zum Beispiel in der Provinzhauptstadt Hangshou, nehmen solche Kindergärten bis zu 2.000 Kinder jeden Tag auf.
Und ich wette,
es geht genauso ruhig daher…….

Kleinbetriebe

verfasst am 9. September 2007

Die Kleinbetriebe in der Region,
Rückgrat einer jeden Industrie-Nation, auch der chinesischen.

Ein Familienbetrieb,
ca. 20 Arbeiter,
Aufgabenstellung: Bambus-Verarbeitung.

Der Maschinenpark? Einfach.

Die Produktionsräume? picobello.

Der Grad der Automatisierung? übersichtlich.

Hier kann jeder einzelne noch die Produktionsschritte überblicken und auch vielseitig eingesetzt werden.
Allerdings erhält er auch nur rund 100 Euro/Monat. Das reicht für 50 BigMäc-Menüs in Shanghai (2 Euro das Stück).
Aber wer kennt hier schon den BigMäc.

Arbeitsbeginn 6.30h, Mittagspause von 11h bis 13.30h, Feierabend um 17h. Stempelkarte inklusive.

Nur komisch, dass ich einen beobachten konnte, der die Karten etlicher Mitarbeiter nacheinander in die Stempeluhr steckte.
Irgendwie scheint da noch ein Verständnisproblem vorzuliegen. Naja, sooooviele Jahre Planwirtschaft, das geht halt nicht von vorgestern auf gestern……

Auf dem Lande

verfasst am 10. September 2007

Klaro,
in punkto “Manieren bei Tische”,
da haben die Europäer in China, je nach Mentalität,
das Schmunzeln um die Mundwinkel,
oder das Entsetzen in den Augen.

Aber das heisst auch erstmal garnix.
Denn so sieht eine Imbissbude auf dem Lande
(300 km von Shanghai entfernt in den Bergen)
vor der Öffnung aus:
pic-sauber.

Und das jeden Tag !

Die Damen dieser Häuser brauchen den Vergleich mit europäischen Geschlechtsgenossinnen wirklich nicht zu scheuen.
Putzen ist Trumpf.

Wie dann so ein kleines Restaurant hinterher aussieht, nunja, da hatte ich keine Zeit für ein Photo, ähhem…