21.Jan.– beim CS’ler Godwin

verfasst am 21. Januar 2012
120120-_1langer-gang Nach der Arbeit das Vergnügen,
Ich verlege meinen Standort weiter in den Süden, nach Ukunda.
Wie kann man ein Land einfacher entdecken, denn als Couchsurfer direkt in einen Haushalt eines Einheimischen einziehen.
Gesagt getan, Godwin hatte auf meine Anfrage direkt reagiert. Und er holt mich am vereinbarten Treffpunkt ab.

Mmhhh, etwas skeptisch bin ich ja längst geworden, schliesslich ist Kenya nicht HongKong.
Mit zwei gecharteten Mopeds geht es von der Hauptstrasse ab, von der Nebenstrasse ab, von dem Trampelpfad ab. Das Moped fährt sich im weichen Sand fest, ich drücke und ziehe, schliesslich sind wir da. In Godwins Zuhause.

120120-bei-godwin-zu-hause Hinter einer Stahltüre ein langer Gang. Rechts und links gehen Türen ab. Jeweils ein Zimmer = eine Wohnung. Für alle zusammen gibt es ein WC und eine Dusche. Er fragt mich ob ich eine nehmen wolle, ich will.
Er macht eine Waschschüssel fertig, legt nen groben Waschlappen dazu. Jetzt kann ich duschen. Naja, es heisst Dusche, aber das Wasser muss ich mit der Schöpfkelle nach oben bringen. Kein Problem. Wenn es nur nicht so schwarz-dunkel in dieser kleinen Kammer wäre.
120120-in-bar-1 Es geht raus zum Abendessen in die Massai-Bar, wieder mit MopedTaxis. Sieben Jahre hat Godwin hier Sekurity gemacht, nicht viel verdient, aber es war ein guter Job. Die Mädels kennt er alle hier, und ruckzuck sitzen zwei an unserem Tisch. Ob ich morgen abend wieder kommen würde, da hätten sie ein Showprogramm auf der Bühne.
…wie komme ich hier raus….?
120120-in-bar-2 Es gibt Hühnchen mit Chips, wirklich lecker, und eine Runde Bier nach der anderen. Ich glaube meine Frage erübrigt sich, wer hier zahlt…..
Meine Nachbarin beginnt an meinem Bein zu fummeln, sie hat ja heute abend bisher frei.
Aber ich nicht.
Ich simse Petra an und schlüpfe noch an diesem Abend auf ihr Gästebett.
Schliesslich will Gowdin eh gleich mit seiner Freundin Party bis zum frühen morgen machen, wie jeden Freitag.