“The Challenge” (30.Sept.09)

verfasst am 30. September 2009
090930-bobotov-kuk-t1 Jetzt wird’s ernst.
20.000Km waren ruhig, beschaulich, interessant und insgesamt gut lösbar.
3 Monate waren grösstenteils gemütlich, easy going und bequem.

Und jetzt ?
Jetzt wird’s mehr als ernst,
jetzt wird’s gefährlich.
Ich sag nur: Bobotov Kuk.

090930-bobotov-kuk-stein Der höchste Berg Montenegros.
Und da hilft es auch nicht, das wir schon am SedlPass unterhalb des Berges stehen.
The Challenge!

2.511 Meter ragen hinter unserem Minicamp steil in den Himmel.

Keine Frage, das ist zu schaffen.
Nix wie los.
Direkt nach dem Frühstück, so gegen 10 Uhr. Sind ja nur ein paar Meter.
Da braucht man definitiv keine Taschenlampe, keine besonderen Trinkwasservorräte, keine warme Decke für den Notfall, und schon garkeine Wanderkarte.
Das ist doch alles für Warmduscher…

090930-bobotov-see Acht Stunden später.
Der Gipfel war toll,
erst 50 Meter unterhalb müssen wir passen, zu steil, kein Seil dabei.
Die Rückroute sollte auf jeden Fall anders sein als hin, aber welche.
Na, das war dann wohl die falsche.

Und wieso geht denn jetzt schon die Sonne unter, kann das sein ?

Wegmarkierungen mit der HandyLampe zu suchen ist mühsam.
Wie gut dass wenigstens der Vollmond am Berg erscheint und scheint.

090930-bobotov-kuk-sonnenuntergang Uppss, das ist noch weiter als gedacht.
zu Trinken ? Alles schon weg.
Ein Müsliriegel geht noch, und hilft, zumindest der Moral.
Irgendwo muss doch die Strasse sein…
Die Oberschenkel vibrieren.
Wieso kann man nicht erst bergab und dann bergauf laufen?

Ende gut alles gut.

Wir stolpern bergab, im Mondlicht taucht endlich, endlich das Asphaltband auf. Jetzt nur noch hinauf bis zum Pass.

090930-esstafel Zwei Autoscheinwerfer nähern sich von hinten, er hält neben uns.
Keine Frage, wir steigen dankbar ein. Aber wieso weiss er vom Gelben, und wieso will er ihn kaufen ?
Logo war er ihm schon längst aufgefallen, und logo will er in die Welt hinaus, aber da muss er sich ein anderes Fahrzeug suchen.

Allerdings, die Einladung ins Restaurant nehmen wir sehr dankend an, Zahlen sogar selber, schliesslich soll er keinen Grund bekommen, zur Verrechnung,
mit dem Gelben.