Grenzerfahrung No2

verfasst am 6. Juli 2010

06. Juli 0.00h, langsames Vorrollen zur russischen Einreise.
Letztes Jahr hab ich sie als korrekt wenn auch umständlich erlebt.
Dieses Jahr ist es nicht anders. Mit unseren vier Fahrzeugen fahren wir hinein,
Drei werden bemeckert, und zwar in Gänze.

Die Diskussion wird hitzig, bemüht, verständnis- und fassungslos geführt.
Die Defender sind alle auf Peters Namen zugelassen. Er kann aber nur einen fahren. Die anderen brauchen eine notariell beglaubigte Halterbestätigung, Und die geht nur in der Schweiz. Wo die Fahrzeuge ja herkommen.
Mhh, das macht aktuell keinen Sinn, und ausserdem ist Peter doch höchstpersönlich anwesend.
Na wenn wir denen so kommen, dann wird jetzt das Gepäck gewogen. 50Kg pro Person Einreise sind erlaubt, der Rest ist für die Grenzer oder für Altkleider.
Mmmhh, das riecht nach Schikane.
2h vergehen einfach so.
Nach einer weiteren Stunde gibt es eine kostenträchtige aber immerhin lösbare Idee: Die drei Defender fahren wieder zurück in den lettischen Zollbereich. Dort faxt ein Notar aus Lettland eine Erklärung, und dann sollte die Einreise klappen.
Wir sind mit dem Gelben allerdings schon so gut wie durch und verabreden einen Treff hinter der Grenze.
Denn dieses teure Fax kann erst gegen 9h geschickt werden, zu üblichen Bürozeiten und wir haben gerad mal 4h morgens.
Mit dem Gelben gehts an einen ruhigen Schlafplatz, und rund 7h später treffen wir den Rest nach unserem schönen Schlaf wieder. Für sie waren das jetzt 13,5h Ausreise Lettland-Einreise Russland.
Wenn das keine Grenzerfahrung ist???