Planeten im Getriebe

verfasst am 18. April 2008
Die Abdeckungen auf den hinteren Rädern wurden schon nach wenigen hundert Kilometern dunkel.

Jetzt wird in der ersten Inspektion dem Ölnebel auf den Grund gegangen,
und ich bekomme direkt eine Nachhilfestunde in Sachen “Planeten im Getriebe”.

Öl ablassen,
Deckel ab,
und was fällt auf:
dieses kleine Zahnrad genau in Achsmitte,
genannt “Das Sonnenrad”.
(..oh wie hübsch…)

Und wenn die Sonne die Mitte vieler Systeme ist,
was sind dann die vier drumherum ?
Die Planeten, ist doch klar.

In jeder Radnabe vier Stück.

Das mittlere Zahnrad, also das Ende der Achse, dreht sich, und dreht damit auch die vier Zahnräder drumherum, damit dreht sich das ganze Rad und der Gelbe kommt ins Laufen.

Und wieso der Zauber?

Der gesamte Antriebsstrang wie Kardanwellen, Getrieberitzel etc. drehen sich zwar recht schnell, transportieren aber weniger Drehmoment bis in die Radnabe.

Das wird zum grossen Teil erst in den Rädern, durch die Herabsetzung der Drehzahl (Faktor 1:2) aufgebaut, eben mithilfe der Aussenplaneten.
Der Antriebsstrang wird dadurch ein gutes Stück robuster und langlebiger.
Ein Vorteil, der vor allem schweren Baufahrzeugen und eben gelben Expeditionsfahrzeugen zugute kommt.

Deckel mal richtig gut abdichten,
Deckel wieder drauf schrauben,
Getriebeöl in die Nabe auffüllen (0,5 Liter je Rad)
Fertig !